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„Erbaut im 43. Regierungsjahre Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef
I., im Jahre 1891“ – so heißt es auf der Granittafel beim alten
Schuleingang. Nicht unschwer zu erraten, dass unser Schulhaus
bereits seinen 115. Geburtstag feierte.
Und das mit viel Enthusiasmus, sind doch die alten Gemäuer immer noch
mit über 100 jungen Leben erfüllt.
Dabei war unser Schulhaus nicht einmal das erste in Mautern. Schon im
Mittelalter wird eine Pfarrschule erwähnt. Diese Schule -
heute Kremser Straße 9 - hielt aber der im selben Jahr erfolgten
bischöflichen Visitation nicht stand und so wurde ein „anständiges
Schulhaus“ in Auftrag gegeben.
Die erste Schule ging in der Folge an Private über. Auf dem heute grün gefärbelten Gebäude in unmittelbarer
Nähe der Kirche wurde 1979 ein gut erhaltenes barockes Fresko auf der
Südseite entdeckt. Es zeigt rechts das Wappen des Stiftes Göttweig,
links das persönliche Wappen des großen Barockabtes Gottfried Bessel.
Die „neue“, nunmehr zweitälteste Schule wurde auf dem Pfarrgarten
(früher Friedhof) gebaut und 1840 bezogen. Das Schulhaus war einstöckig,
mit dem Eingang nach Osten (heute Schlossgasse 3).
Die zunächst zweiklassige Schule wurde1877 mit einer dritten Klasse
erweitert. Im Erdgeschoß waren das Lehrzimmer der 3.Klasse, ein
Lehrmittelzimmer, eine Kanzlei und ein Zimmer für den Unterlehrer
untergebracht. Eine hölzerne Treppe führte in den 1. Stock mit zwei
Lehrzimmern.
1890 wurde die Schule vierklassig. Das alte Gebäude erwies sich als zu
klein, daher wurde ein neues Schulhaus in der Melker Straße 79 - heute
Melker Straße 10 – errichtet.
Am 22. November 1891 fand die Einweihung unseres Schulhauses
statt und zwei Tage später begann der Unterricht.
Wieder zu klein geworden, erfolgte 17 Jahre später ein Erweiterungsbau
mit zwei geräumigen Klassen an der Westseite (derzeit 3a und 4. Klasse)
und einer damals noch feuchten Schulwohnung, dem heutigen Werkraum.
In der Folge wurde in 6 Klassen unterrichtet. Kaum vorstellbar, dass es
auch im Erdgeschoß eine „Lehrerwohnung“ gab. Heute können sich
dort unsere Kinder im EDV-Raum über Historisches informieren.
1928 wird erstmals die
„Jugendrot-Zeitschrift“ als Klassenlesestoff verwendet (heute noch
beliebt unter dem Titel „Spatzenpost“ und „Kleines Volk“).
1934 beginnt die
Verwendung des Schulfunks. Den Apparat stellt Herr Oberlehrer Pötzl zur
Verfügung. 1954 wird ein UKW-Radioapparat Marke „Minerva Supreme“
angekauft, bald darauf ein Stummfilmprojektor und ein Epidiaskop. Ein
Tonfilmprojektor folgt im Jahr 1977, ebenso ein Plattenspieler. Den
ersten Overheadprojektor erhält die Schule 1979 und ein Fernsehgerät
1989.
Dies alles
ist in der Schulchronik fein säuberlich nachzulesen.
Die Gemeinde hat schon
früher keine Ausgaben gescheut, wenn es um die Ausstattung der
Volksschule mit AV-Geräten und sonstigen Lehrmitteln ging.
Im Jahre 1991 wurde unsere Schule 100 Jahre alt. Aus diesem
Anlass wurde das Gebäude unter der damaligen Leitung von Frau Dir.
Stockinger nicht nur renoviert, sondern auch durch den Zubau eines
modernen Turnsaales auf den neuesten Stand gebracht. Somit ersparte man
sich den Anmarsch vom Schulhaus zum ehemaligen Turnsaal (heute
Ballettzentrum Wachau).
Immer up to date wurde unsere Schule 2002/03 mit einem Computerraum
ausgestattet.
Auf Initiative des Elternvereins wurde der Schulhof
für die Kinder neu gestaltet, was nach Fertigstellung großen Zuspruch
fand.
Aufgrund der
steigenden Klassenanzahl wurde eine neuerliche Erweiterung des
Schulgebäudes und der Horträume nötig. Im Mai 2009 starteten die
Bauarbeiten nach den Plänen Arch. Dipl. Ing. Erich Millbachers. In der
letzten Schulwoche wurde das gesamte alte Schulgebäude für die
Renovierungsarbeiten in den Sommerferien geräumt. Rechtzeitig zu
Schulbeginn konnten sechs Klassen in das neu renovierte Gebäude
einziehen, die beiden 4. Klassen wurden ein halbes Jahr im sogenannten
"Alten Turnsaal" unterrichtet.
Am 5. März 2010 wurde der neue Trakt der Volksschule mit den neuen
Horträumen feierlich eröffnet. Die Kinder der Volksschule
gestalteten die Feier mit vielfältigen Beiträgen. Besonderen Dank gilt
hier der Gemeinde Mautern, der die Kinder und der Umbau 1,8 Mill. Euro
wert sind. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, davon konnten sich die
Eltern und die Öffentlichkeit beim Tag der offenen Tür ebenfalls
überzeugen. |

1.Schulhaus,erbaut 1837

2. Schulhaus,erbaut 1840

alte Schulklasse





heutige Schule von 1891

Schulzubau 2010
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